Aktuelles

Januar 2012

Warnmeldung der Polizei:
Pädophilier sucht Kontakt zu jungen Fußballern oder Jugendmannschaften 

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wurde der Polizei bekannt, dass im vergangenen Jahr immer wieder ein vermutlich pädophilier Mann auftrat, der Kontakte zu jungen Fußballspielern oder -vereinen suchte. Dabei gab er sich in verschiedenen sozialen Netzwerken, wie z.B. "Facebook" als berühmter deutscher Fußballer oder Trainer aus und erschlich sich so das Vertrauen der Geschädigten.

Bislang wurden zwei Vorgehensweisen aktenkundig:

In einem Fall suchte im Juni 2011 ein 12-jähriger Junge im Internet Kontakt zu Jürgen Klopp- Trainer von Borussia Dortmund. Dabei gelagte er auch auf eine Seite in "Facebook", die angeblich von Jürgen Klopp betrieben wurde. Dies entsprach, wie die Ermittlungen ergaben, aber nicht der Realität. Tatsächlich stand hinter dieser Seite der Tatverdächtige.

Er versprach dem Jungen eine Karriere in einem Fußballinternat in den USA. Die Kosten wollte er voll übernehmen. Im Laufe des Kontakts kam es auch zu einem Telefonat mit dem Vater des Kindes. Laut diesem war die Vorgehensweise des tatverdächtigen so überzeugend, dass auch er keinerlei Verdacht schöpfte. Während des Kontakts bediente sich der Tatverdächtige immer wieder bekannter Fußballer, wie Mario Götze, Mesut Özil oder ähnliche Idole von Kindern und Jugendlichen. Hinter all diesen Personen steckte der pädophilie Tatverdächtige. Sein Ziel war es über die immer engeren Kontakte ein Treffen mit dem Kind zu arrangieren.

In einem weiteren Fall gab sich der Pädophilie als ehemaliger Fußballprofi aus der österreichischen Liga von "Rapid Wien" aus. Er erzählte, dass seine Ehefrau und seine Tochter bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren und er sich nun ein neues Standbein in Deutschland als Jugendtrainer sucht. Dabei waren ihm besonders C-Jugend-Mannschaften wichtig.
Möglicherweise soll es auch schon zu Probetrainings im Bereich des Badischen Fußballverbandes gekommen sein.

Offensichtlich sucht dieser pädophilie Tatverdächtige immer wieder den Kontakt zu Vereinen , um so in Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen zu kommen.

Wichtig wäre, dass die Jugendspieler über die Gefahren der Kontaktaufnahme in den sozialen Netzwerken hingewiesen werden. Wie sich hier zeigte benutzen entsprechende Täter die Idolfiguren der Kinder und Jugendlichen, um so leicht Kontakt schließen zu können.